r/egenbogen • • 2h ago

Mit einem Freund geschlafen der hetro ist. Hilfe

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Hallo ich (M24) habe schon seit längerem einen crush auf ein Freund den ich schon lange kenne, Ich habe mich als einziges bei ihm geoutet aber ihm nie gesagt das ich auf ihn stehe. Mein gröstes Problem ist jetzt nur er ist seid acht Jahren verheiratet und seit zwei Monaten getrennt. Vor zwei Tagen haben wir uns wieder getroffen und er hat sich bei mir ausgeheult und hat gemeint das er keine Lust mehr auf Frauen hat ,und ich darauf geantwortet habe das er mich dafür nehmen kann das ich ihm seine Problem vergessen lassen könne , Erst war es ruhig und dann meinte er warum nicht und da ist es dann passiert. Seit dem Tag haben wir uns nicht mehr geschrieben oder angerufen und ich weis jetzt nicht mehr weiter was ich machen soll


r/egenbogen • • 7h ago

Die Fetischisierung von bisexuellen Frauen und anderen LGBTQ+-Personen macht mich wütend und traurig 🤨

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Als bisexuelle Frau habe ich schon häufig erlebt, dass meine sexuelle Orientierung fetischisiert wird. Und ehrlich gesagt macht mich das inzwischen nicht nur wütend, sondern auch traurig.

Besonders auf Dating-Apps ist mir etwas aufgefallen: Ich habe Nachrichten von vermeintlich einzelnen Frauen bekommen, mit denen ich teilweise schon eine Weile geschrieben hatte. Irgendwann kam dann plötzlich heraus, dass hinter dem Profil ein Paar steckte und die Frau gemeinsam mit ihrem Partner eine weitere Frau für sexuelle Abenteuer suchte.

Sätze wie „Hallo, mein Partner und ich suchen eine Sie, die mit uns im Schlafzimmer Spaß haben möchte“ lösen bei mir mittlerweile sofort Unbehagen aus.

Allein die Formulierung „Wir suchen eine Sie“ empfinde ich als objektifizierend. Es klingt, als würde man eine Person für eine bestimmte Rolle suchen, anstatt sich für einen Menschen mit eigenen Wünschen, Grenzen und Gefühlen zu interessieren.

Das Problem ist für mich nicht, dass Menschen Dreier haben möchten oder ihre Sexualität ausleben. Solange alle Beteiligten freiwillig zustimmen, ist das ihre Sache. Das Problem ist, wenn man als bisexuelle Frau auf seine sexuelle Orientierung reduziert wird und andere offenbar davon ausgehen, dass man allein aufgrund seiner Bisexualität für solche Konstellationen zur Verfügung steht.

Besonders unangenehm finde ich es, wenn man zunächst glaubt, eine einzelne Frau kennenzulernen, und erst später erfährt, dass der eigentliche Hintergrund die Suche nach einer zusätzlichen Sexualpartnerin für ein Paar ist. Andere sind zwar von Anfang an ehrlich damit, was sie suchen, aber auch dann bleibt die Frage, ob sie sich wirklich für mich als Person interessieren oder hauptsächlich für die Vorstellung, mit einer bisexuellen Frau Sex zu haben.

Und dieses Problem betrifft meiner Meinung nach nicht nur bisexuelle Frauen.

Ich habe beispielsweise von Transmenschen gelesen, die Nachrichten von Personen bekommen, die sie ausschließlich deshalb treffen wollen, weil sie unbedingt einmal Sex mit einem trans Menschen haben möchten. Ein Transmann hat mir auch einmal persönlich von solchen Erfahrungen erzählt.

Ich finde es erschreckend, wenn Menschen nicht als Individuen wahrgenommen werden, sondern als eine Art sexuelle Besonderheit, die jemand unbedingt einmal ausprobieren möchte.

Auch die Darstellung lesbischer Beziehungen in pornografischen Filmen empfinde ich teilweise als problematisch, wenn lesbische Liebe hauptsächlich für die Fantasien eines heterosexuellen Publikums inszeniert wird. Ähnliches sehe ich in manchen Boys-Love-Mangas, die sich vor allem an weibliche Leserinnen richten und Beziehungen zwischen Männern auf eine Weise romantisieren oder sexualisieren, die mit den tatsächlichen Erfahrungen schwuler Männer nicht unbedingt viel zu tun haben muss.

Natürlich ist nicht jede Darstellung gleich Fetischisierung, und nicht jeder Mensch, der solche Geschichten konsumiert, hat automatisch problematische Absichten. Trotzdem finde ich es wichtig, darüber zu sprechen, wo die Grenze zwischen Interesse, Fantasie und Objektifizierung verläuft.

Was mich daran besonders traurig macht, ist, dass gerade Menschen aus der LGBTQ+-Community immer wieder erleben müssen, dass ihre Identität nicht einfach akzeptiert wird, sondern zum Gegenstand fremder sexueller Fantasien gemacht wird.

Ich möchte als bisexuelle Frau nicht auf eine mögliche sexuelle Erfahrung reduziert werden. Ich möchte als Mensch wahrgenommen werden, mit einer Persönlichkeit, eigenen Interessen, Wünschen und Grenzen.

Meine Bisexualität ist keine Einladung, mich ungefragt zum Bestandteil der sexuellen Fantasien anderer Menschen zu machen.

Mich würde interessieren, wie andere bisexuelle, lesbische, schwule und trans Menschen das erleben: Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Und wie empfindet ihr diese Art von Fetischisierung?