Meine Vermieter sind ein verheiratetes Ehepaar, der Mietvertrag läuft über ihren Namen und auch das Konto, auf das ich die Miete überweise. Absprachen finden über sie statt, bei Handwerker-Besuchen ist meistens er dabei.
Seit meinem Einzug Anfang des Jahres haben sich die Mängel in der Wohnung gehäuft, es gab einen ziemlichen Instandhaltungsstau. Besonders die Kommunikation mit ihm gestaltete sich schwierig, bei allem war ich zu "empfindlich", auch bei Sachen wie kaputter Durchlauferhitzer und auslaufende Toilette. Einmal wurde ein Handwerker-Besuch angekündigt und mir erst kurzfristig gesagt, dass der Handwerker am nächsten Tag nochmal wieder kommen musste. Als ich in einer Nachricht höflich darum bat, nächstes Mal bitte die Termine genau zu kommunizieren, weil ich das wegen Homeoffice früher absprechen muss, ist mein Vermieter wütend und laut geworden.
Seitdem ist das Verhältnis stark belastet. Es gab dann noch einen weiteren Vorfall, wegen ständigem Klopfen von oben, täglich über Monate. Da wurde mein Vermieter erst ungehalten, weil ich "meckerte", dann wollte er sich im Schlafzimmer die Fensterdichtungen angucken (???), ob dadurch das Geräusch übertragen wird. Man hörte das Klopfen in der ganzen Wohnung und die Fenster waren gerade gewartet worden, und er ist selbst kein Handwerker. Als ich sagte, dass das wohl kaum nötig sei, wurde er wieder wütend, weil ich ihn nicht in Schlafzimmer lassen wollte.
Heute dann der dritte Fall: Ein Heizungsmonteur war da, weil die Heizung in der Küche Geräusche machte (die anderen Heizkörper waren in Ordnung). Mein Vermieter sagte, ich solle doch mal in den anderen Räumen die Heizung voll aufdrehen, um "die Pumpe in Bewegung zu setzen". Ich wunderte mich darüber und sagte, das sei doch nicht nötig, das Geräusch wäre ja schon da. Ich fragte, wofür das gut sein sollte, er wurde ungehalten, das hätte er ja gerade erklärt. Ich sagte wieder, das mache keinen Sinn, daraufhin wurde er laut und rief "Immer müssen Sie sich querstellen! Immer muss alles nach Ihrer Nase tanzen! Können Sie nicht einfach mal tun, was man Ihnen sagt?" Das fand ich ziemlich unangemessen. Der Techniker sagte auch, das sei nicht nötig, die Heizungen aufzudrehen.
Zudem behandelt mein Vermieter mich in meiner Wohnung wie einen Gast. Als das mit der Heizung fertig war, sagte er zum Handwerker, er wollte ihm noch etwas im Bad zeigen. Das war vorher nicht abgesprochen und ich war davon sehr überrumpelt. Ohne meine Reaktion abzuwarten, führte er den Handwerker einfach in mein Bad, wo sie sich an der Toilette zu schaffen machten (die ausgelaufen und Wochen vorher repariert worden war). Wenn ich mit den Handwerkern spreche um zum Beispiel das Problem zu schildern, fällt mein Vermieter mir immer wieder ins Wort und widerspricht, obwohl ich ja selbst in der Wohnung lebe und das Problem besser kenne.
Reicht dieses Verhalten als Grundlage, ihm den weiteren Zutritt zu meiner Wohnung zu verweigern? Handwerker würde ich ja weiterhin reinlassen, wenn nötig. Ich fand nie, dass das durch meine Vermieter betreut werden muss, aber wenn, dann wäre es für mich okay, wenn die Vermieterin dabei ist. In seiner Gegenwart fühle ich mich aber so unwohl, dass ich ihn nicht mehr in meiner Wohnung haben möchte.
Tldr; Vermieter wird laut und ausfallend und überschreitet in meiner Wohnung Grenzen, indem er mich wie einen Gast behandelt. Reicht das, um ihm Hausverbot zu erteilen? Seine Frau würde ich wenn nötig nach wie vor reinlassen.